Imposter-Typen verstehen

Mai, 2026 | Imposter-Syndrom

Die 5 Typen beim Imposter-Syndrom verstehen 

Vielleicht hast du im Zusammenhang mit dem Imposter-Syndrom auch schon von den Imposter-Typen gehört und fragst dich, ob einer dieser Typen dein Erleben beschreibt. 

In diesem Artikel geht es darum, die fünf Imposter-Typen vorzustellen, einzuordnen und das innere Erleben dahinter verständlicher zu machen. 

Die 5 Imposter-Typen nach Valerie Young 

Die Einteilung in fünf Imposter-Typen geht auf Valerie Young zurück, eine US-Amerikanerin, die sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Imposter-Syndrom beschäftigt. 

Beim Imposter-Syndrom geht es unter anderem um die Frage: Wann erlebe ich mich als kompetent? 

Jeder Mensch hat eine Art innere Messlatte, mit der die eigene Kompetenz unbewusst gemessen wird. 

Bei Menschen mit Imposter-Syndrom liegt diese Messlatte im Allgemeinen sehr hoch. Doch wir messen nicht alle das Gleiche, wenn wir unsere Kompetenz einschätzen. 

Valerie Young hat fünf unterschiedliche Maßstäbe beschrieben, nach denen wir unsere Kompetenz bewerten, und daraus die fünf Imposter-Typen abgeleitet. 

Unterschiedliche Maßstäbe für Kompetenz 

Bei den verschiedenen Typen wird die Frage, wann sich jemand als kompetent erlebt, jeweils anders beantwortet. 

Für manche steht im Vordergrund, wie etwas gemacht wird und wie das Ergebnis ausfällt – mit einem starken Fokus auf Fehlerfreiheit. 

Für andere ist entscheidend, wie viel und was sie wissen. 

Wieder andere richten ihren Blick darauf, wer eine Aufgabe übernimmt und ob diese eigenständig erledigt wurde. 

Bei manchen liegt der Maßstab darauf, wie leicht und schnell etwas gelingt. 

Und bei anderen daran, wie viele unterschiedliche Anforderungen und Rollen gleichzeitig bewältigt werden können. 

Valerie Young bezeichnet diese unterschiedlichen Typen als The PerfectionistThe ExpertThe SoloistThe Natural Genius und The Superwoman

Die Perfektionistin – Kompetenz durch Fehlerfreiheit 

Der Blick richtet sich vor allem darauf, wie etwas gemacht wird und wie das Ergebnis ausfällt – mit Fokus auf Perfektion. 

Für sie ist Kompetenz daran gebunden, Aufgaben fehlerfrei zu erledigen. 

Die Perfektionistin beim Imposter-Syndrom verstehen | Kregel Coaching 

Die Expertin – Kompetenz durch Wissen und Vorbereitung 

Im Mittelpunkt steht die Frage, was und wie viel sie weiß und kann. 

Für sie ist Kompetenz daran gebunden, genug zu wissen und jedes Detail verstanden zu haben. 

Expertin beim Imposter-Syndrom verstehen| Kregel Coaching 

Die Solistin – Kompetenz durch Unabhängigkeit 

Der Fokus liegt auf der Frage, wer eine Aufgabe erledigt. 

Für sie ist Kompetenz daran gebunden, alles alleine zu schaffen.

Die Solistin beim Imposter-Syndrom verstehen| Kregel Coaching 

Das Naturtalent – Kompetenz durch Leichtigkeit und Schnelligkeit 

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie etwas gelingt – mit einem Fokus auf Leichtigkeit und Schnelligkeit. 

Für sie ist Kompetenz daran gebunden, Aufgaben schnell und ohne große Mühe umzusetzen.

Naturtalent beim Imposter-Syndrom verstehen| Kregel Coaching 

Die Superwoman – Kompetenz in vielen Rollen 

Im Zentrum steht, wie viele Rollen gleichzeitig auf einem hohen Niveau bewältigt werden können. 

Für sie ist Kompetenz daran gebunden, in vielen unterschiedlichen Rollen gleichzeitig leistungsfähig zu sein.

Superwoman im Imposter-Syndrom verstehen | Kregel Coaching 

Wie das Wissen um die Typen helfen kann 

Wenn du dich mit dem Imposter-Syndrom beschäftigst, kann es sein, dass du dich in allgemeinen Beschreibungen nicht vollständig wiederfindest. 

Vielleicht wirken manche Aspekte vertraut, während andere sich weniger passend anfühlen. 

Es kann auch sein, dass sich das eigene Erleben je nach Situation unterschiedlich zeigt und dadurch schwer einzuordnen ist. 

Die Einteilung in verschiedene Imposter-Typen kann hier eine erste Orientierung bieten. Sie macht sichtbar, dass sich das Gefühl von Kompetenz an unterschiedlichen Maßstäben ausrichten kann. 

Dadurch kann es leichter werden, einzelne Aspekte des eigenen Erlebens wiederzuerkennen, die in allgemeineren Beschreibungen weniger deutlich hervortreten. 

Vielleicht entsteht auf diese Weise ein differenzierteres Bild davon, wie sich dieses Erleben bei dir zeigt. 

Wie sich unterschiedliche Muster im Erleben überlagern können 

Wenn du auf die verschiedenen Imposter-Typen schaust, kann es zunächst so wirken, als würden sie klar voneinander getrennt sein. 

Im eigenen Erleben zeigt sich diese Trennung jedoch oft weniger deutlich. 

Es kann sein, dass sich in bestimmten Situationen eher das Muster der Perfektionistin zeigt – etwa dann, wenn es um die Qualität eines Ergebnisses geht. 

In anderen Momenten steht vielleicht stärker im Vordergrund, wie viel du weißt oder ob du ausreichend vorbereitet bist. 

Und wieder in anderen Situationen kann es bedeutsam werden, Dinge eigenständig zu bewältigen oder vielen Anforderungen gleichzeitig gerecht zu werden. 

So können sich unterschiedliche Muster je nach Kontext abwechseln oder auch gleichzeitig spürbar sein. 

Das eigene Erleben lässt sich dadurch oft nicht eindeutig einem einzelnen Typ zuordnen, sondern zeigt sich eher als ein Zusammenspiel verschiedener Schwerpunkte. 

Was durch diese Einteilung nicht vollständig sichtbar wird

Die Einteilung in verschiedene Imposter-Typen kann helfen, bestimmte Muster im eigenen Erleben besser zu erkennen und einzuordnen. 

Gleichzeitig bildet sie nicht das gesamte Erleben ab. 

Im Alltag zeigt sich das Imposter-Erleben meist nicht nur über einzelne Schwerpunkte, sondern als ein Zusammenspiel verschiedener innerer Prozesse. 

Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen stehen dabei miteinander in Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig. 

Während die Imposter-Typen vor allem unterschiedliche Maßstäbe sichtbar machen, bleibt diese innere Dynamik oft im Hintergrund. 

Dadurch kann es sein, dass sich das eigene Erleben komplexer oder vielschichtiger anfühlt, als es die einzelnen Typen zunächst beschreiben. 

Wenn du mehr über das innere Erleben beim Imposter-Syndrom erfahren möchtest, kannst du hier weiter lesen:

Wie zeigt sich das Imposter-Syndrom | Kregel Coaching 

Eine offene Einordnung der Imposter-Typen

Wie sich das Imposter-Erleben zeigt, kann sehr unterschiedlich sein. 

In den beschriebenen Typen lassen sich bestimmte Muster erkennen, die für manche Situationen oder Aspekte des eigenen Erlebens passend erscheinen können. 

Gleichzeitig entsteht kein einheitliches Bild, sondern ein Zusammenspiel aus inneren Zuständen, Erfahrungen und den Kontexten, in denen du dich bewegst. 

Vielleicht wird dabei für dich deutlicher, in welchen Momenten sich bestimmte Muster zeigen – und in welchen weniger. 

Und vielleicht zeigt sich darin auch, dass sich dieses Erleben je nach Situation verändern kann. 

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