Solistin Imposter-Syndrom

Mai, 2026 | Imposter-Syndrom

Die Solistin verstehen – wenn Kompetenz an Unabhängigkeit gebunden ist 

Vielleicht erkennst du dich hier wieder: 

Du arbeitest an einem Projekt und hast viele unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig im Blick. 

Mit der Zeit spürst du, dass es dir eigentlich zu viel ist. 

Vielleicht denkst du kurz darüber nach, Aufgaben abzugeben, doch dann entscheidest du dich dagegen. 

Jemand aus deinem Team fragt, ob er dir helfen kann, doch du lehnst ab. 

Andere erleben dich als kompetent und sehen, wie viel du leistest. 

Doch für dich fühlt es sich erst dann stimmig an, wenn du alles allein geschafft hast. 

Wann sich die Solistin als kompetent erlebt 

Das Muster der Solistin gehört zu den fünf Imposter-Typen, die auf die Arbeit von Valerie Young zurückgehen und unterschiedliche Maßstäbe im Umgang mit Kompetenz beschreiben. 

Menschen mit dem Muster der Solistin beurteilen ihre Kompetenz danach, wer eine Aufgabe erledigt. 

Dabei orientieren sie sich an dem Maßstab, etwas aus eigener Kraft zu schaffen und dabei möglichst unabhängig zu sein. 

Ein Gefühl von Kompetenz kann sich dann einstellen, wenn Aufgaben eigenständig erledigt wurden und sie dabei nicht auf Unterstützung angewiesen waren. 

Auch wenn das Ergebnis stimmig ist, kann es sein, dass sich die Solistin nicht als kompetent erlebt, wenn sie Unterstützung in Anspruch genommen hat. 

Wie sich das Muster der Solistin im Erleben zeigen kann 

Vielleicht ist es dir wichtig, Aufgaben eigenständig zu lösen. 

Vielleicht übernimmst du mehr Aufgaben, als nötig wäre, weil du sie lieber selbst erledigst. 

Vielleicht fühlt es sich unangenehm an, andere um Hilfe zu bitten. 

Vielleicht arbeitest du lieber allein als im Team. 

Vielleicht ist es dir wichtig, dich dabei nicht auf andere verlassen zu müssen. 

Vielleicht kreisen dabei auch Gedanken durch deinen Kopf wie: 

„Ich schaffe das auch allein.“ 

„Ich kann jetzt nicht um Hilfe bitten.“ 

„Das muss ich selbst hinbekommen.“ 

In welchen Situationen das Muster der Solistin spürbar wird 

Vielleicht bemerkst du, dass dieses Muster besonders dann in den Vordergrund tritt, wenn andere beteiligt sind. 

Vielleicht zeigt es sich deutlicher in Situationen, in denen Zusammenarbeit gefragt ist oder in denen du dich auf andere verlassen müsstest. 

Auch in neuen oder unsicheren Kontexten kann der Impuls, Aufgaben alleine zu erledigen, stärker werden. 

In Situationen, in denen Vertrauen vorhanden ist oder Aufgaben klar verteilt sind, kann dieses Muster weniger präsent sein. 

Eine offene Einordnung der Solistin 

Vielleicht erkennst du dich in einzelnen Aspekten dieses Musters wieder. 

Vielleicht gibt es Situationen, in denen dieser Maßstab besonders wirksam wird – und andere, in denen er weniger präsent ist. 

Vielleicht geht es dabei weniger um einen festen Typ. 

Vielleicht zeigt sich darin eher eine bestimmte Art, die eigene Kompetenz zu bewerten. 

Vielleicht wird dabei auch spürbar, wann sich etwas für dich als „selbst geschafft“ anfühlt. 

Wenn du dich tiefer mit den fünf Typen beim Imposter-Syndrom beschäftigen möchtest, kannst du hier weiterlesen: Imposter-Typen verstehen | Kregel Coaching 

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